10 Tipps zum Widerstand gegen Banken
Wie wir wissen, sind Merkozy und Co. machtlos gegen die Banken, die oft ihre Überlegenheit ausnutzen, um so viele Menschen wie möglich abzuzocken. Die Frage ist daher: Was können wir selbst tun? Es gibt, grob gesprochen, zwei Möglichkeiten: entweder den Kopf in den Sand stecken – oder unsere (nicht ganz ernst gemeinten) Tipps befolgen.
1. Raubt eine Bank aus
Ein Ba-Ba-Banküberfall bedarf zwar einiger Planung, ist dann aber ein schnelles und effizientes Mittel, Gerechtigkeit wieder herzustellen. Was die Durchführung angeht, habt ihr verschiedene Möglichkeiten. Wählt zwischen dem romantisch-mythenumrankten Modell à la Bonnie and Clyde, dem kindlich-brutalen Modell à la Babyface Nelson oder dem Nichts-geht-über-meine-Brüder-Modell à la Dalton-Brüder, die nicht nur Comic-Figuren waren. Ausgefallen und medial wirksam ist es, einen Tunnel zur Bank zu graben, so wie weiland 1995 die Bankräuber von Berlin. Um das Vorhaben Gerechtigkeit wieder herzustellen würdig zu vertreten, empfehlen wir das Tragen eines Robin-Hood-Kostüms.
2. Holt euch euer Geld zurück
Weniger brutal, aber ebenso effizient und einfach in der Durchführung – die Idee des Ex-Fußball-Profis Eric Cantona ist bestechend: Für den 7. Dezember 2010 plante er einen Bank Run. Per Youtube-Video wandte er sich an die Franzosen und rief sie auf, am selben Tag ihr Erspartes abzuheben. „Wenn das drei Millionen oder zehn Millionen Menschen tun, werden die Banken kollabieren. Das wäre eine echte Revolution.“ Die Idee war gut, nur die Beteiligung zu gering. Doch das lässt sich ja jeder Zeit wiederholen. Vorausgesetzt, ihr habt noch etwas Geld auf dem Konto.
3. Tanzt Flamenco
Wie bitte? Ja, ganz recht: Flamenco tanzen als Protest gegen die Banken. Vorgeführt wurde uns das im Dezember 2010 in Spanien vom Kollektiv FLO 6 x 8 aus Sevilla. In einer Filiale der krisengeschüttelten Bank Santander legten sie vor den erstaunten Mitarbeitern einen Überfall der kreativen Art hin. Flächendeckend angewandt könnte eine solche Aktion die Aktivität von Banken über mehrere Stunden lahm legen. Wem Flamenco zu schwierig ist, der kann auch Macarena tanzen.
4. Occupy eure Bankfiliale
Seit ihrer Entstehung an der Wall Street am 17. September 2011 hat sich die Occupy-Protest-Bewegung weltweit ausgebreitet und kann inzwischen mehr oder weniger auf alles ausgeweitet werden, was uns zur Empörung gereicht. Banken waren von Anfang an ein zentrales Ziel. Gerade geht dem Entrüstungs-Sturm aber etwas die Puste aus. Wie wäre es da, wenn wir alle (also die 99%) vor unserer nächst gelegenen Bankfiliale campen? Ob in zivil oder Zombie-Outfit wie im folgenden Video – das überlasse ich euch.
5. Beschwert euch
Zugegeben: Beschweren ist nur der kleine, spießige Bruder von empören, aber was soll’s. Helfen tut’s allemal. Denn man kann jeden Bankmitarbeiter in den Wahnsinn treiben, wenn man sich über die kleinste Anomalie auf dem Konto oder Unfreundlichkeit in der Filiale beschwert und zwar beim einfachen Angestellten bis hinauf zum Bankdirektor, per Telefon, Mail und persönlich. Wenn auch das nicht das gewünschte Ergebnis bringt, gibt es Vereine, die euch dabei helfen können.
6. Geht wählen
Etwas Old School als Ausdruck von Protest, aber keinesfalls veraltet: Wählen gehen ist immer noch ein probates Mittel, um die allgemeinen Verhältnisse zu ändern. Und ich spreche hier nicht von der Wahl zur Miss Germany. Vor der nächsten Bundestagswahl 2013 (oder früher?) habt ihr auf Landesebene je nach Wohnort ein paar Möglichkeiten: im Saarland (25. März), in Schleswig-Holstein (6. Mai) und in Niedersachsen (20. Januar 2013). Schaut vorher in den Wahlprogrammen nach, was die einzelnen Parteien zum Thema Banken zu sagen haben oder bedient den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung.
7. Verführt eure(n) Bankangestellte(n)
Wenn alles nichts hilft, dann probiert es vielleicht auf die sanfte Tour mit einer Charme-Offensive. Ein Lächeln hier, eine Aufmerksamkeit dort und schon dürfte der/die Bankangestellte(r) ein größeres Interesse an eurer Handy- als an eurer Konto-Nummer haben, wenn ihr es nur richtig anstellt. Ganz wichtig: Versucht ihn/sie aus der Bank hinaus an einen informellen Ort zu locken. Ladet ihn/sie zum Beispiel zum Essen ein und macht euch berechtigte Hoffnungen auf Sonderbehandlungen oder einen Spezial-Kredit.
8. Kauft eure Bank auf
Tricksen ist nicht so euer Ding und viel Geld kein Thema? Dann macht Nägel mit Köpfen und kauft eure Bank auf. Es ist kein Geheimnis, dass man dazu etwas mehr als nur Kleingeld braucht und so nimmt es nicht wunder, dass es auf diesem Gebiet noch keinen Präzedenzfall gibt. Da braucht es schon das Vermögen eines Carlos Slim, eines Bill Gates oder eines Warren Buffett. Doch wer weiß, vielleicht seid ihr ja eines Tages in dieser angenehmen Lage. In diesem Fall vergesst nicht den guten alten Blogger, der euch damals den Tipp mit dem Mikrokredit (siehe unsere Sendung) gegeben hat.
9. Legt den Bank-Server lahm
Diese Möglichkeit des Banken-Protests setzt einige Hack-Erfahrung voraus. Die Gruppe Anonymous hat bereits in den USA (Chase, Bank of America, Citibank) und Brasilien vorgemacht, wie man eine Bank vorübergehend vom Netz nimmt. Selbst die Gema hat schon ihre Wut zu spüren bekommen. Am 31. März wollen sie gar das ganze Internet abschalten. Da dürfte es ja wohl ein Leichtes sein, den Server einer deutschen Bank lahm zu legen, oder? Erwartet sie.
10. Verklagt euer Kreditinstitut
Ein Tipp, falls ihr diesen ultimativen Weg des Widerstands wählt: Sucht euch einen guten, einen richtig guten Anwalt. Denn euer Gegenüber wird dasselbe tun, verlasst euch darauf. Und habt einen richtig guten Grund, sonst sieht es schlecht für euch aus. Das tut es auch so, aber vielleicht geht ihr so wenigstens (verarmt und verhaftet) als Märtyrer in die Geschichte ein.
Wenn ihr in der Bank auf der anderen Seite des Schalters steht, haben wir auch 10 Tipps für euch:









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